DMO (Direct Mode Operation)

Die Abkürzung DMO ist mir hauptsächlich aus dem TETRA-Digitalfunk bekannt. Das Prinzip ist aber auf alle anderen Digitalfunkarten übertragbar und auch die Abkürzung findet sich oft woanders wieder. DMO bezeichnet den direkten Betrieb zwischen zwei (oder mehreren) Funkgeräten, jedoch ohne die Verwendung eines Relais oder Repeaters.

Leider gibt es bis heute in keine einheitliche Festlegung, welche Talkgroup bei Sprechfunkverkehr im DMR im Direct Mode genutzt werden soll. In Folge kann es also passieren, das ein Funkgerät auf Talkgroup 9 sendet, weil der Programmierer das für sinnvoll gehalten hat, während das andere Funkgerät auf Talkgroup 100 sendet. Im schlimmsten Fall sprechen die Geräte also aneinander vorbei und bekommen vom jeweils anderen nichts mit.

Im DMO im Amateurfunk nutzen zu können, empfiehlt sich daher das Einstellen des ALLCALL auf den DMO-Frequenzen. In der Regel bietet jede CPS zur Programmierung der Funkgeräte neben der Auswahl von PRIVATE CALL und GROUP CALL auch die Möglichkeit zur Auswahl von ALLCALL. Dort hinterlegt ist eine entsprechende ALLCALL ID, die 16777215. Diese ID kann im DMR-Funk auch nicht anders genutzt werden.

Der Vorteil von ALLCALL ist, dass alle Funkgeräte, die HF-seitig die Aussendung empfangen, öffnen und die Aussendung mithören. RX-Listen oder sonstige Einstellungen werden dabei ignoriert. Limitierender Faktor ist dabei lediglich dieselbe Frequenz und der Lautstärkeregler.

Talkgroup 99

In einigen Foren und auf manchen Amateurfunk-Internetseiten liest man, dass im Direktbetrieb die TG99 verwendet werden soll. Inwieweit sich diese TG durchgesetzt hat und ob jeder Funkamateur die TG in seinem Funkgerät eingespeichert hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich habe diese Talkgroup eingespeichert und auch in jeder RX-Liste mit drin, sodass ich zumindest für den Fall gewapnet bin.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.