Motorola DM4601e

Seit Mitte November 2020 darf ich nun endlich ein Motorola Mobilfunkgerät als mein Eigentum bezeichnen. Nach doch etwas längerer Wartezeit aufgrund Lieferschwierigkeiten mit der 45W-Version ist das DM4601e Mitte November endlich bei mir angekommen.

Aufgrund der begrenzten Möglichkeiten in modernen Fahrzeugen, was den Einbau von Funkgeräten angeht und der bereits für gut befundenen Erfahrung mit dem Handbedienteil PMLN7131B, habe ich mich entschlossen, dieses gleich mit zu bestellen. Viele Anwender werden sagen, dass das Handbedienteil effektiv zu teuer ist und sich nicht lohnt. Diese Meinung respektiere ich, ich kann jedoch an der Stelle nur sagen, dass jeder diese Entscheidung mit sich selbst ausmachen muss, ob es einem das Wert ist.

Dementsprechend stand als erste Aufgabe natürlich gleich an, das Display zu demontieren, die Adapterplatte für den Anschluss zu montieren und das Handbedienteil auf Funktion zu prüfen. Grade bei einem nagelneuen Gerät ist hier natürlich entsprechende Vorsicht geboten, da man ja nicht das beschädigen möchte, auf das man sehr lange gewartet hat.

Der Umbau hat aber erstaunlich gut geklappt. Mit entsprechender Vorsicht stellt auch das empfindliche Flachbandkabel kein Problem dar und der Erstinbetriebnahme steht nichts mehr im Wege.

Das DM4601e wurde mit der aktuellsten Firmware 2020-02 ausgeliefert. Mit Hilfe der zugehörigen CPS konnte ich glücklicherweise auch das Codeplug vom DP4801e Handfunkgerät auslesen. Dank Copy-Paste-Funktion, die übrigens in der aktuellsten CPS-Version sehr gut gelöst ist, konnte ich quasi alle Kontakte, Kanäle, Roamingeinstellungen, RX-Listen und sonstiges einfach aus dem DP4801e herauskopieren und so innerhalb kürzester Zeit in Betrieb nehmen.

Nach erfolgter Programmierung musste ich nur noch den Umbau im Auto vornehmen – sprich: Hytera MD785 ausbauen und Motorola DM4601e einbauen.
Auch das funktionierte reibungslos. Die Kabelführung stellte sich in meinem PKW zu Anfang als etwas schwierig dar, lies sich aber letztlich sehr gut realisieren, sodass man vom Transceiver selbst eigentlich nichts sieht und im Fahrgastraum nur das dezente Bedienteil hat.

Als GPS-Empfänger habe ich den beim Anytone AT-D578UV mitgelieferten externen GPS-Empfänger verwendet. Da das Anytone sowieso nur zu Hause im Einsatz ist, ist ein GPS-Empfänger hier nicht notwendig.

Dank freigeschalteter WiFi-Lizenz lässt sich das Gerät mit dem Motorola Radio Manager nun sogar bequem vom Sofa aus programmieren. Das WLAN-Signal bei 2,4GHz reicht bis zum Fahrzeug. Bei Konfigurationsänderungen muss ich das Funkgerät nur einschalten und die aktualisierte Konfiguration wird automatisch auf das Gerät geladen.

Ich hoffe, dass das Gerät mich lange Zeit begleiten wird und bin froh, endlich eine saubere und hübsche Lösung für den verbauten BMW (Anmerkung: alle neuen Autos sind ja leider verbaut) gefunden zu haben.